{"id":710,"date":"2025-02-06T09:37:26","date_gmt":"2025-02-06T08:37:26","guid":{"rendered":"https:\/\/autismusinfo.com\/?p=710"},"modified":"2025-02-06T11:57:25","modified_gmt":"2025-02-06T10:57:25","slug":"pda","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/autismusinfo.com\/da\/pda\/","title":{"rendered":"PDA: Warum Information zu PDA so wichtig ist und was wir derzeit wissen"},"content":{"rendered":"<section class=\"bde-section-710-110 bde-section\">\n  \n  \n\t\n\n\n\n<div class=\"section-container\"><div class=\"bde-button-710-109 bde-button\">\n        \n    \n    \n    \n    \n            \n                    \n            \n            \n\n    \n    \n    \n    \n    \n    <a class=\"breakdance-link button-atom button-atom--primary bde-button__button\" href=\"https:\/\/autismusinfo.com\/blog\/\" target=\"_self\" data-type=\"url\"  >\n\n    \n        <span class=\"button-atom__text\">Zur\u00fcck<\/span>\n\n        \n        \n                <\/a>\n\n    \n\n\n<\/div><\/div>\n<\/section><section class=\"bde-section-710-102 bde-section\">\n  \n  \n\t\n\n\n\n<div class=\"section-container\"><div class=\"bde-columns-710-106 bde-columns\"><div class=\"bde-column-710-107 bde-column\">\n  \n  \n\t\n\n\n\n<h1 class=\"bde-heading-710-101 bde-heading\">\nPDA: Warum Information zu PDA so wichtig ist und was wir derzeit wissen\n<\/h1><div class=\"bde-text-710-111 bde-text\">\n6. februar 2025\n<\/div>\n<\/div><div class=\"bde-column-710-108 bde-column\">\n  \n  \n\t\n\n\n\n<div class=\"bde-image-710-105 bde-image\">\n<figure class=\"breakdance-image breakdance-image--716\">\n\t<div class=\"breakdance-image-container\">\n\t\t<div class=\"breakdance-image-clip\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"breakdance-image-object\" src=\"https:\/\/autismusinfo.com\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/PDA5.jpg\" width=\"1080\" height=\"1080\" srcset=\"https:\/\/autismusinfo.com\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/PDA5.jpg 1080w, https:\/\/autismusinfo.com\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/PDA5-300x300.jpg 300w, https:\/\/autismusinfo.com\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/PDA5-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/autismusinfo.com\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/PDA5-150x150.jpg 150w, https:\/\/autismusinfo.com\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/PDA5-768x768.jpg 768w, https:\/\/autismusinfo.com\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/PDA5-12x12.jpg 12w\" sizes=\"auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px\"><\/div>\n\t<\/div><\/figure>\n\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n<\/section><section class=\"bde-section-710-112 bde-section\">\n  \n  \n\t\n\n\n\n<div class=\"section-container\"><div class=\"bde-rich-text-710-113 bde-rich-text breakdance-rich-text-styles\">\n<p><strong>Von Dr. Michelle S Garnett und Prof. Tony Attwood, \u00dcbersetzung \u2013 Sigrid Andersen<\/strong><\/p>\n<p>PDA steht offiziell f\u00fcr Pathological Demand Avoidance (Pathologische Vermeidung von Anforderungen), ein Begriff, der in den 1980er-Jahren von Professorin Elizabeth Newson in Nottingham, UK, erstmals verwendet wurde. Sie beschrieb mit diesem Begriff eine Gruppe von Kindern, die zwar autistische Merkmale aufwiesen, sich jedoch \u201eatypisch\u201c verhielten. In den letzten Jahren haben sich Begriffe und Definitionen rund um Autismus weiterentwickelt, und heute spricht man h\u00e4ufig von \u201ePDA, einem Profil innerhalb des Autismus-Spektrums\u201c. Sowohl klinische Therapiefachkr\u00e4fte als auch Forschende haben festgestellt, dass es Sinn macht, PDA als eigene Kategorie aufzuf\u00fchren, da sich Erziehungs- und Therapieans\u00e4tze f\u00fcr Menschen mit PDA deutlich unterscheiden \u2013 sowohl von Strategien, die bei autistischen Menschen ohne PDA angewandt werden, als auch von Strategien, die bei nicht-autistischen Kindern mit Verhaltensproblemen oder anderen Herausforderungen hilfreich sind. Ein konsequenter Einsatz von Strategien im h\u00e4uslichen und schulischen Umfeld, die speziell auf PDA abgestimmt sind, bietet dem Kind die besten Chancen auf eine positive Entwicklung. Wer PDA missversteht \u2013 sei es als \u201etypischen Autismus\u201c oder als \u201eoppositionelles Trotzverhalten\u201c \u2013 riskiert, das Leiden des Kindes zu verst\u00e4rken und die Symptome zu verschlimmern.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich ist die Vermeidung von Anforderungen nicht nur bei PDA zu beobachten. Kinder und Jugendliche neigen beispielsweise h\u00e4ufig dazu, sich Anforderungen von Autorit\u00e4tspersonen zu entziehen, um ihre Unabh\u00e4ngigkeit zu behaupten. Und auch Menschen mit klinisch relevanten Angstst\u00f6rungen oder Depressionen k\u00f6nnen mit allt\u00e4glichen Anforderungen \u00fcberfordert sein, die f\u00fcr andere selbstverst\u00e4ndlich erscheinen \u2013 wie mit dem Aufstehen am Morgen, dem Verlassen des Hauses oder dem Z\u00e4hneputzen. Es ist daher wichtig, dass PDA sorgf\u00e4ltig abgekl\u00e4rt wird, um Fehldiagnosen zu vermeiden. Eine PDA-Fehldiagnose k\u00f6nnte n\u00e4mlich dazu f\u00fchren, dass Strategien angewandt werden, die f\u00fcr andere Gruppen (z. B. Menschen mit Angstst\u00f6rungen, Depressionen oder einer oppositionellen Verhaltensst\u00f6rung) ungeeignet sind.<\/p>\n<p>Schon immer hat es viele Fragen in Bezug auf das PDA-Profil gegeben, die teilweise noch heute bestehen. Sie betreffen folgende Punkte:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Bezeichnung selbst<\/li>\n<li>Die Frage, ob PDA eine eigenst\u00e4ndige Diagnose bzw. ein eigenes St\u00f6rungsbild ist.<\/li>\n<li>Ob PDA in die internationalen Diagnoseleitf\u00e4den aufgenommen wird.<\/li>\n<li>Ob PDA eine Form von Autismus darstellt oder ob PDA eigenst\u00e4ndig auftritt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In diesem Artikel betrachten wir die aktuelle Forschungslage zu diesen gr\u00f6\u00dftenteils schon lange bestehenden Fragen. Zudem zeigen wir auf, wo weitere Forschung notwendig ist, um bessere Unterst\u00fctzungsma\u00dfnahmen zu entwickeln. Fast alle bisherigen Studien zu PDA konzentrieren sich auf Kinder und Jugendliche. In den kommenden Monaten werden weitere Artikel ver\u00f6ffentlicht, in denen wir verschiedene Wege zur besseren Erkennung und zum besseren Verst\u00e4ndnis von PDA beleuchten und klinischen Fachkr\u00e4ften, die mit Menschen arbeiten, die eine PDA-Diagnose haben oder sich in einer diagnostischen Abkl\u00e4rung befinden, Empfehlungen geben. Unsere Erkenntnisse basieren auf eigener klinischer Erfahrung, Konsultationen mit Fachkr\u00e4ften und der aktuellen Forschungslage.<\/p>\n<p><strong>Was steckt hinter dem Namen?<\/strong><\/p>\n<p>Warum der Begriff \u201ePathologische Vermeidung von Anforderungen\u201c (Pathological Demand Avoidance) auf Kritik st\u00f6\u00dft, ist verst\u00e4ndlich. Er klingt negativ, sodass Betroffene sich nicht damit identifizieren m\u00f6chten. Die National Autistic Society, insbesondere Judith Gould, schlug daher die Bezeichnung \u201eExtreme Demand Avoidance Syndrome (EDA)\u201c vor, ein Begriff, der von wissenschaftlichen Fachpersonen verwendet wird (z. B. Gillberg, 2014; O\u2019Nions et al., 2014). Ein alternativer Begriff, der in einigen sozialen Medien derzeit immer beliebter wird,\u00a0 ist \u201ePervasive oder Persistent Drive for Autonomy\u201c (starkes oder dauerhaftes Streben nach Autonomie). Die PDA Society UK verwendet den Begriff PDA als Abk\u00fcrzung, ohne ihn auszuformulieren, beispielsweise im Leitfaden f\u00fcr die klinische Therapie (siehe Referenz unten). Wir sind der Meinung, dass wir einen Begriff verwenden m\u00fcssen, der f\u00fcr alle klar und verst\u00e4ndlich ist und die Erkenntnisse der bisherigen Forschung nutzt, denn andernfalls wird ein ohnehin schon komplexes und schwer verst\u00e4ndliches Thema noch un\u00fcbersichtlicher.<\/p>\n<p><strong>Ist PDA eine eigenst\u00e4ndige Diagnose?<\/strong><\/p>\n<p>Derzeit sind sich wissenschaftliche Fachpersonen dar\u00fcber einig, dass es noch keine ausreichend detaillierte, klinisch fundierte Forschung gibt, um PDA als eigenst\u00e4ndige Diagnose in internationale Diagnosemanuale (wie ICD oder DSM) aufzunehmen \u2013 weder als Subtyp von Autismus noch als eigenst\u00e4ndige Diagnose bzw. eigenst\u00e4ndiges St\u00f6rungsbild. Ein St\u00f6rungsbild wird als \u201eeine erkennbare Kombination von Symptomen und k\u00f6rperlichen Merkmalen, die auf eine bestimmte St\u00f6rung hinweisen, deren direkte Ursache jedoch nicht unbedingt bekannt ist\u201c definiert (Calvo et al., 2003, S. 802). Ein erster wichtiger Schritt, um zu pr\u00fcfen, ob PDA ein eigenes St\u00f6rungsbild darstellt, w\u00e4re daher die Entwicklung eines Instrumentes, das PDA zuverl\u00e4ssig in verschiedenen Bev\u00f6lkerungsgruppen misst.<\/p>\n<p>Ein solches Instrument wurde von Elizabeth O\u2019Nions und Kollegen (2014, 2016) entwickelt:<br \/>Das Extreme Demand Avoidance Questionnaire (EDA-Q) wurde als Screening-Tool f\u00fcr PDA bei 5\u201317-J\u00e4hrigen entworfen. Es handelt sich um einen 26-teiligen Elternfragebogen mit hervorragender Psychometrik (Stuart et al., 2020) in den Bereichen Messgenauigkeit, Abdeckung relevanter Merkmale, Erkennen des St\u00f6rungsbildes und Ausschluss von Fehldiagnosen. Zehn von dreizehn sp\u00e4teren Studien zu PDA, die von Kildahl und seinem Team (2021) \u00fcberpr\u00fcft wurden, nutzten das EDA-Q oder Teile davon f\u00fcr die Abkl\u00e4rung von PDA.<\/p>\n<p>Die bisherigen Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass PDA ein erkennbares und messbares Symptommuster aufweist. Allerdings basieren alle gemessenen Symptome auf Verhalten (nicht auf physischen Merkmalen), und diese Symptome k\u00f6nnten durch andere Faktoren erkl\u00e4rbar sein. Daher kann die aktuelle Forschung nicht eindeutig belegen, ob PDA ein eigenes St\u00f6rungsbild ausmacht oder nicht. Hierf\u00fcr ist weitere Forschung erforderlich.<\/p>\n<p><strong>Geh\u00f6rt PDA zum Autismus-Spektrum?<\/strong><\/p>\n<p>Elizabeth Newson argumentierte, dass PDA als eine spezifische Unterkategorie innerhalb des Autismus-Spektrums betrachtet werden sollte (Newson, Marechal &amp; David, 2003). Diese Einsch\u00e4tzung basiert darauf, dass PDA so bereits \u00fcber 20 Jahre lang eine n\u00fctzliche klinische Einordnung f\u00fcr Eltern und Fachleute erhalten hat, insbesondere bei F\u00e4llen, die zuvor als \u201eatypischer Autismus\u201c diagnostiziert worden waren. Die PDA-Diagnose erwies sich als hilfreich, weil Autismus-Diagnosen zum ersten Mal \u201eSinn ergaben\u201c, nachdem das PDA-Profil beschrieben worden war, typische Strategien bei anderen Formen von Autismus (z. B. Vorhersehbarkeit, Routinen, soziale Kompetenztrainings) bei PDA nicht funktionierten und Kinder mit PDA durch eine obsessive Vermeidung von Anforderungen Schwierigkeiten mit dem Erlernen von F\u00e4higkeiten hatten und immer wieder neue Reize suchten.<\/p>\n<p>Newson und ihr Team (2003) analysierten Daten von 150 aufeinanderfolgenden \u00dcberweisungen von Kindern und Jugendlichen \u00fcber einen Zeitraum von 25 Jahren (bis zum Jahr 2000) in ihre PDA-Klinik. Im Vergleich von Autismus und PDA fanden sie sowohl klare Gemeinsamkeiten als auch markante Unterschiede. Die drei auff\u00e4lligsten Unterschiede waren (1) die sozial, als \u201emanipulativ\u201c aufgefasste (bzw. \u201estrategische\u201c) Vermeidung von Anforderungen, bei der Kinder mit PDA soziale Strategien nutzen, um Anforderungen zu entgehen. Newson mochte den Begriff \u201emanipulativ\u201c f\u00fcr Kinder nicht, aber alle Studienteilnehmenden waren sich einig, dass es keine passendere Beschreibung gab. Heute wird stattdessen h\u00e4ufig von \u201esozial strategischer\u201c Vermeidung gesprochen. H\u00e4ufig lenken diese Kinder durch Komplimente ab (\u201eOh, ich liebe deine Halskette!\u201c) oder reagieren mit einer h\u00f6flichen Ausrede (\u201eEs tut mir leid, aber ich kann nicht.\u201c). (2) Die Vermeidung von Anforderungen selbst zeigte sich als obsessives Verhalten. (3) W\u00e4hrend autistische Menschen sich h\u00e4ufig auf bestimmte Interessen oder Routinen fokussieren, steht bei PDA-Kindern die obsessive Vermeidung von Anforderungen im Fokus. Alle Kinder erf\u00fcllten alle diagnostischen Kriterien f\u00fcr Autismus.<\/p>\n<p>O\u2019Nion und ihr Team (2016) untersuchten die Merkmale von PDA bei einer Gruppe von Kindern und Jugendlichen, die mit einem \u00fcberwiegend in Gro\u00dfbritannien eingesetzten diagnostischen Instrument zur Autismusdiagnose, dem Diagnostic Interview for Social and Communication Disorders (DISCO; Wing, 2002), hohe PDA-Werte erzielten. Aus einer Gruppe von 153 Kindern und Jugendlichen, die mit diesem Leitfaden auf PDA abgekl\u00e4rt wurden, wurden 27 Personen genauer untersucht. Alle bis auf eine Person erf\u00fcllten die Kriterien f\u00fcr Autismus und erzielten zudem laut DISCO hohe Punktzahlen f\u00fcr PDA. Ihre Forschung best\u00e4tigte folgende Verhaltensweisen (aufgrund der Antworten auf jene DISCO-Fragen, die am n\u00fctzlichsten waren, um PDA von typischem Autismus zu unterscheiden):<\/p>\n<ul>\n<li>Wenig Kooperation<\/li>\n<li>Einsatz sozialer F\u00e4higkeiten zur Vermeidung von Anforderungen,<\/li>\n<li>Fehlende soziale Identit\u00e4t<\/li>\n<li>Sozial schockierendes Verhalten<\/li>\n<li>Abtauchen in eine Fantasiewelt<\/li>\n<li>Ungew\u00f6hnliche Geselligkeit (z. B. Zuneigung zeigen, aber schnelle und unerkl\u00e4rliche Wechsel von Liebensw\u00fcrdigkeit zu Aggression)<\/li>\n<li>Schwierigkeiten im Umgang mit anderen<\/li>\n<li>Wiederholtes Nachspielen von Rollen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Eine weitere Analyse besch\u00e4ftigte sich mit mehreren Punkten des DISCO, die PDA von anderen autistischen Auspr\u00e4gungen unterscheiden, darunter physische Aggression, Lachen \u00fcber das Leid anderer, mangelndes Bewusstsein f\u00fcr psychische Grenzen, schwierige oder anst\u00f6\u00dfige pers\u00f6nliche Gewohnheiten, Notwendigkeit der st\u00e4ndigen Beaufsichtigung und Verlangen nach Aufmerksamkeit von Betreuungspersonen. Die PDA-Gruppe hielt genauso starr an gewissen Routinen fest wie die typisch autistische Gruppe.<\/p>\n<p>Allerdings wurden Komorbidit\u00e4ten wie ADHS oder andere neuroentwicklungsbedingte St\u00f6rungen bei Kindern oder Jugendlichen mit diagnostiziertem PDA mit keiner Studie ermittelt. Es gibt eine Fallstudie (Reilly et al, 2014), in der alle vier F\u00e4lle berichteten, dass sie von PDA und gleichzeitig Epilepsie und ADHS betroffen sind. Newson selbst (2003) beschrieb \u201emilde neurologische Anzeichen\u201c, darunter Epilepsie, als Teil der Diagnosekriterien, aber es gibt keine Forschung zu dieser Koinzidenz. Bei anderen Studien wurde bisher das gleichzeitige Auftreten von ADHS oder anderen neuroentwicklungsbedingten St\u00f6rungen nicht festgestellt.<\/p>\n<p>In der bislang gr\u00f6\u00dften Studie zum PDA-Profil untersuchten Eaton und Weaver (2020) 136 Kinder, die in einer spezialisierten multidisziplin\u00e4ren Klinik in Gro\u00dfbritannien mit Autismus diagnostiziert worden waren. Mithilfe einer Checkliste von Elizabeth Newson (Newson et al, 2003), dem EDA-Q (O\u2019Nion et al, 2014) und den genannten DISCO-Fragen ermittelten sie, dass 65 (47 %) der Kinder in dieser Gruppe sowohl autistisch als auch von PDA betroffen waren. Anschlie\u00dfend verglichen sie die beiden Gruppen \u2013 autistische Kinder und autistische Kinder mit PDA-Profil \u2013 anhand der Ergebnisse der Autism Diagnostic Observational Scale, Second Edition (ADOS-2; Lord et al, 2008), Modul 3, um quantitative und qualitative Unterschiede zwischen den Gruppen festzustellen. Diese Studie war besonders n\u00fctzlich, weil sie Beobachtungen der Kinder selbst mit den elterlichen Berichten verglich. Sie fanden heraus, dass die autistischen Kinder mit PDA-Profil nicht nur h\u00f6here ADOS-Gesamtwerte im Vergleich zu autistischen Kindern ohne PDA-Profil aufwiesen, sondern dass auch qualitative Unterschiede bei der sozialen Kommunikation erkennbar waren. Zum Beispiel zeigten die PDA-Kinder zun\u00e4chst eine \u201eoberfl\u00e4chliche Geselligkeit\u201c. Im weiteren Verlauf der Untersuchung lie\u00df ihre soziale Energie nach. Sie konnten sich mit der Zeit immer weniger einbringen, was sich darin zeigte, dass sie die Testleitung ignorierten, versuchten, die Person abzulenken, sich weigerten, teilzunehmen, den Raum verlie\u00dfen, sich nicht mehr regulieren konnten und einen Shutdown erlebten.<\/p>\n<p>In dieser Studie wurden ausschlie\u00dflich Kinder ber\u00fccksichtigt, die bereits mit Autismus diagnostiziert worden waren, sodass die Studie nicht belegen konnte, dass PDA ausschlie\u00dflich innerhalb des Autismus-Spektrums auftritt. Der Prozentsatz der in der Klinik mit PDA diagnostizierten Kinder war sehr hoch (47 %), und die Ver\u00f6ffentlichenden erkl\u00e4ren, dass das Diagnoseteam f\u00fcr seine Spezialisierung auf PDA bekannt war und deshalb einen h\u00f6heren Anteil an \u00dcberweisungen f\u00fcr diesen Profiltyp erhielt. Allerdings tr\u00e4gt die Studie zur Evidenz bei, dass es ein erkennbares und messbares Profil im Autismus-Spektrum gibt, das mit den derzeitigen Abkl\u00e4rungstools herausgearbeitet werden kann, darunter auch mit dem ADOS-2 Modul 3, also durch die Beobachtungen von klinischen Fachkr\u00e4ften und nicht nur durch elterliche Berichte.<\/p>\n<p>Es ist interessant, dass Elizabeth Newson das Profil in einer Gruppe von Kindern entdeckt hat, die zur Beurteilung einer St\u00f6rung der sozialen Kommunikation \u00fcberwiesen und dass alle ihre PDA-Kinder zun\u00e4chst mit \u201eatypischem Autismus\u201c diagnostiziert worden waren. PDA wird beispielsweise in Kliniken f\u00fcr ADHS nicht als identifizierbares Profil erkannt, obwohl diese Kliniken genauso lange existieren wie Autismuskliniken.<\/p>\n<p>Zusammenfassend deuten alle aktuellen Forschungen darauf hin, dass PDA ein erkennbares und messbares autistisches Profil ist und von Fachleuten und wissenschaftlichen Fachkr\u00e4ften in diesem Bereich derzeit auch so verstanden wird.<\/p>\n<p><strong>Empfehlungen<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt viele gute Informationsquellen. Hier einige unserer Favoriten:<\/p>\n<p>Anlaufstelle Information und Beratung: FAPDA\u00a0 (Fachverein PDA-Autismus-Profil) <a href=\"https:\/\/pda-autismus-verein.org\/\">https:\/\/pda-autismus-verein.org\/<\/a><\/p>\n<p>Online-Information:<\/p>\n<p>Die PDA Society in Gro\u00dfbritannien hat eine Bibliothek mit hilfreichen, evidenzbasierten Quellen zu PDA entwickelt. Wir empfehlen folgende:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pdasociety.org.uk\/\">https:\/\/www.pdasociety.org.uk\/<\/a><\/p>\n<p>Als Einstieg sehr empfehlenswert ist z.\u00a0B. das Dokument Praxisleitfaden:<\/p>\n<p><blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"X14RBoZvwu\"><a href=\"https:\/\/www.pdasociety.org.uk\/resources\/\">Resources<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8220;Resources&#8221; &#8212; PDA Society\" src=\"https:\/\/www.pdasociety.org.uk\/resources\/embed\/#?secret=QINd5ljWDA#?secret=X14RBoZvwu\" data-secret=\"X14RBoZvwu\" width=\"500\" height=\"282\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<p>Der amerikanische Psychologe Dr. Ross Greene hat ein Betreuungsmodell namens Collaborative &amp; Proactive Solutions (CPS, deutsch: Kooperative und Proaktive L\u00f6sungen) entwickelt, das sich auf Forschung und Praxis st\u00fctzt und auf Zusammenarbeit und Mitgef\u00fchl beruht. Er verwendet nicht den Begriff PDA, sondern spricht stattdessen von Kindern, bei denen herausforderndes Verhalten auftritt, wenn die an sie gestellten Anforderungen und Erwartungen ihre F\u00e4higkeit \u00fcbersteigen, angepasst zu reagieren. Seine Website enth\u00e4lt ausgezeichnete praktische Ressourcen f\u00fcr Eltern, Lehrkr\u00e4fte und Gesundheitsfachleute.<\/p>\n<p><blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"599TCizvVK\"><a href=\"https:\/\/livesinthebalance.org\/\">HOME<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8220;HOME&#8221; &#8212; LIVES IN THE BALANCE\" src=\"https:\/\/livesinthebalance.org\/embed\/#?secret=lG63fek8o2#?secret=599TCizvVK\" data-secret=\"599TCizvVK\" width=\"500\" height=\"282\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<p>B\u00fccher: Kinder und Jugendliche<\/p>\n<p>\"Ein gl\u00fccklicheres Leben f\u00fcr dein Kind mit PDA\" von Alice Running.<\/p>\n<p>Collaborative Approaches to Learning for Pupils with PDA: Strategies for Education Professionals (2018) by Ruth Christie and Phil Fidler, published by Jessica Kingsley Publishers.<\/p>\n<p>Super Shamlal \u2013 Living and Learning with Pathological Demand Avoidance (2019) by K I Al-Ghani, published by Jessica Kingsley Publishers.<\/p>\n<p>Dr Ross Green (2021). The Explosive Child [Sixth Edition]: A New Approach for Understanding and Parenting Easily Frustrated, Chronically Inflexible Children. Published by Harper Collins, US.<\/p>\n<p>B\u00fccher: Erwachsene<\/p>\n<p>\"Zirkus im Kopf\" von Liv Cadler\/Saskia S. Neu<\/p>\n<p>Being Julia: A Personal Account of Living with PDA (2021). By Ruth Fidler and Julia Daunt. Published by Jessica Kingsley Publishers.<\/p>\n<p>PDA by PDAers: From Anxiety to Avoidance and Masking to Meltdowns (2019). Ed. Sally Cat. Published by Jessica Kingsley Publishers.<\/p>\n<p>PDA Paradox; The Highs and Lows of My Life on a Little Known Part of the Autism Spectrum. (2019). By Harry Thompson. Published by Jessica Kingsley Publishers.<\/p>\n<p>Es gibt viele weitere tolle B\u00fccher zum Thema PDA, die wir empfehlen k\u00f6nnen. Sie sind alle auf der Internetseite der PDA Society gelistet:<\/p>\n<p><blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"T8iuTf48cY\"><a href=\"https:\/\/www.pdasociety.org.uk\/resources\/\">Resources<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8220;Resources&#8221; &#8212; PDA Society\" src=\"https:\/\/www.pdasociety.org.uk\/resources\/embed\/#?secret=NnoYFQ5PIR#?secret=T8iuTf48cY\" data-secret=\"T8iuTf48cY\" width=\"500\" height=\"282\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<p>Bibliografie<\/p>\n<p>Bettelheim, Bruno.\u202fThe Empty Fortress: Infantile Autism and the Birth of the Self.\u202fNew York: Free Press, 1967.<\/p>\n<p>Calvo F, Karras BT, Phillips R, Kimball AM, Wolf F. Diagnoses, syndromes, and diseases: a knowledge representation problem. AMIA Annu Symp Proc. 2003; 2003:802. PMID: 14728307; PMCID: PMC1480257.<\/p>\n<p>Christie, R. &amp; Fidler, F. (2018). Collaborative Approaches to Learning for Pupils with PDA: Strategies for Education Professionals. Jessica Kingsley Publishers, London, UK.<\/p>\n<p>Eaton, J. &amp; Weaver, K. (2020). An exploration of the Pathological (or Extreme) Demand Avoidant profile in children referred for an autism diagnostic assessment using data from ADOS-2 assessments and their developmental histories. GAP, 21 (2), 33- 51<\/p>\n<p>Gillberg C. (2014). Commentary: PDA \u2013 Public display of affection or pathological demand avoidance? Reflections on O\u2019Nions et al. (2014). (2014).\u202fJournal of Child Psychology and Psychiatry, 55(7), 769\u2013770.\u202fhttps:\/\/doi.org\/10.1111\/jcpp.12275<\/p>\n<p>Gore Langton E., Frederickson N. (2018). Parents\u2019 experiences of professionals\u2019 involvement for children with extreme demand avoidance.\u202fInternational Journal of Developmental Disabilities, 64(1), 16\u201324.\u202fhttps:\/\/doi.org\/10.1080\/20473869.2016.1204743<\/p>\n<p>Kerns C. M., Winder-Patel B., Iosif A. M., Nordahl C. W., Heath B., Solomon M., Amaral D. G. (2020). Clinically significant anxiety in children with autism spectrum disorder and varied intellectual functioning.\u202fJournal of Clinical Child &amp; Adolescent Psychology. Advance online publication.\u202fhttps:\/\/doi.org\/10.1080\/15374416.2019.1703712<\/p>\n<p>Kildahl, A. N., Helverschou, S. B., Rysstad, A. L., Wigaard, E., Hellerud, J. M., Ludvigsen, L. B., &amp; Howlin, P. (2021). Pathological demand avoidance in children and adolescents: A systematic review. Autism, 25(8), 2162\u20132176. https:\/\/doi.org\/10.1177\/13623613211034382<\/p>\n<p>Milton D. E. 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