{"id":393,"date":"2024-09-16T15:39:38","date_gmt":"2024-09-16T13:39:38","guid":{"rendered":"https:\/\/autismusinfo.com\/?p=393"},"modified":"2024-09-27T09:04:43","modified_gmt":"2024-09-27T07:04:43","slug":"10-herausforderungen-die-autistische-teenager-wahrscheinlich-taeglich-erleben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/autismusinfo.com\/en\/10-herausforderungen-die-autistische-teenager-wahrscheinlich-taeglich-erleben\/","title":{"rendered":"10 Challenges Your Autistic Teenager Likely Faces Every Day"},"content":{"rendered":"<section class=\"bde-section-393-110 bde-section\">\n  \n  \n\t\n\n\n\n<div class=\"section-container\"><div class=\"bde-button-393-109 bde-button\">\n        \n    \n    \n    \n    \n            \n                    \n            \n            \n\n    \n    \n    \n    \n    \n    <a class=\"breakdance-link button-atom button-atom--primary bde-button__button\" href=\"https:\/\/autismusinfo.com\/en\/blog\/\" target=\"_self\" data-type=\"url\"  >\n\n    \n        <span class=\"button-atom__text\">Zur\u00fcck<\/span>\n\n        \n        \n                <\/a>\n\n    \n\n\n<\/div><\/div>\n<\/section><section class=\"bde-section-393-102 bde-section\">\n  \n  \n\t\n\n\n\n<div class=\"section-container\"><div class=\"bde-columns-393-106 bde-columns\"><div class=\"bde-column-393-107 bde-column\">\n  \n  \n\t\n\n\n\n<h1 class=\"bde-heading-393-101 bde-heading\">\n10 Challenges Your Autistic Teenager Likely Faces Every Day\n<\/h1><div class=\"bde-text-393-111 bde-text\">\n27. September 2024\n<\/div>\n<\/div><div class=\"bde-column-393-108 bde-column\">\n  \n  \n\t\n\n\n\n<div class=\"bde-image-393-105 bde-image\">\n<figure class=\"breakdance-image breakdance-image--398\">\n\t<div class=\"breakdance-image-container\">\n\t\t<div class=\"breakdance-image-clip\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"breakdance-image-object\" src=\"https:\/\/autismusinfo.com\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/10-challenges-your-autistic-teenager.png\" width=\"598\" height=\"592\" srcset=\"https:\/\/autismusinfo.com\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/10-challenges-your-autistic-teenager.png 598w, https:\/\/autismusinfo.com\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/10-challenges-your-autistic-teenager-300x297.png 300w, https:\/\/autismusinfo.com\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/10-challenges-your-autistic-teenager-12x12.png 12w\" sizes=\"auto, (max-width: 598px) 100vw, 598px\"><\/div>\n\t<\/div><\/figure>\n\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n<\/section><section class=\"bde-section-393-112 bde-section\">\n  \n  \n\t\n\n\n\n<div class=\"section-container\"><div class=\"bde-rich-text-393-113 bde-rich-text breakdance-rich-text-styles\">\n<p>Von Dr. Michelle Garnett und Prof. Tony Attwood,<br \/>\u00dcbersetzung \u2013 ProZ-Probono-Netzwerk &amp; Sigrid Andersen<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h1>Einleitung<\/h1>\n<p>Wenn Sie mit autistischen Menschen im Teenageralter zusammenleben, sie unterrichten oder mit ihnen arbeiten, haben Sie wahrscheinlich schon bemerkt, dass der Alltag vielen von ihnen\u00a0 M\u00fche bereitet. Sie erleben Emotionen oft sehr stark \u2013 auch Angst, Stress, Depression und Wut. An manchen Tagen kann sogar der kleinste Ausl\u00f6ser einen Meltdown verursachen, beispielsweise, wenn jemand sie ansieht. Sie kommen v\u00f6llig ersch\u00f6pft von der Schule und scheinen \u00fcber Stunden hinweg Ruhe in ihrem Zimmer zu ben\u00f6tigen, um sich auf dem Bett liegend zu erholen. Oder sie verschwinden hinter einem Computerbildschirm, nur um sp\u00e4ter mit noch schlechterer Laune wieder auftauchen. Was ist da eigentlich los? Warum haben es autistische Jugendliche im Leben so schwer? In diesem Blogbeitrag beschreiben wir zehn der wohl h\u00e4ufigsten Herausforderungen, denen autistische Teenager im Alltag begegnen. Wir hoffen, dass Sie danach besser begreifen, warum sie es so schwer haben. Wir sind \u00fcberzeugt davon, dass wir unsere Jugendlichen besser unterst\u00fctzen k\u00f6nnen, wenn wir sie besser verstehen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Zehn Herausforderungen, die autistische Teenager wahrscheinlich t\u00e4glich erleben<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h2>1. Sie sp\u00fcren ihr Anderssein<\/h2>\n<p>Autistische Menschen bemerken oft schon sehr fr\u00fch, dass sie sich von anderen unterscheiden, verstehen aber meist nicht, warum sie anders sind. Durch dieses fehlende Verst\u00e4ndnis k\u00f6nnen sie viele abf\u00e4llige Bezeichnungen f\u00fcr sich selbst formulieren, wie etwa \u201eseltsam\u201c, \u201everr\u00fcckt\u201c oder \u201edumm\u201c. In der Schule ist es besonders schwierig, anders zu sein, vor allem im sozialen Zusammenhang. Sie erinnern sich bestimmt noch selbst an die Schulzeit in diesem Alter. Daran, wie kritisch, abwertend und herablassend Menschen im Teenageralter gegen\u00fcber anderen sein k\u00f6nnen. Einer der Meilensteine in der Entwicklung der Jugendlichen besteht darin, sich abzugrenzen, ein Individuum zu werden, das sich von den Eltern abnabelt, um ein eigenes Selbstbewusstsein zu erlangen. Dieser Selbstfindungsprozess kennzeichnet sich oft dadurch, dass man wie andere Gleichaltrige sein m\u00f6chte. Es ist sehr schwierig, sich Gleichaltrigen anzupassen, wenn man sozial anders funktioniert. Die anderen wissen, dass man anders ist, und nat\u00fcrlich wei\u00df man das auch selbst, aber man hat keine Ahnung, was man dagegen tun kann. Das kann zu einem sehr geringen Selbstwertgef\u00fchl, mangelndem Selbstbewusstsein, einem Gef\u00fchl der Hoffnungslosigkeit und schlie\u00dflich sogar zu Depressionen und Selbstmordgedanken f\u00fchren. Einige Teenager verleugnen Probleme und versuchen, sie mit \u00fcbertriebenem Selbstwertgef\u00fchl oder Arroganz zu kompensieren, wobei sie den anderen die Schuld zuschieben. Sie haben oft Wutanf\u00e4lle.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h2>2. Weniger Selbstkontrolle\u00a0<\/h2>\n<p>Autismus ist eine Beeintr\u00e4chtigung des Frontallappens. Das bedeutet, dass jene vorderen Bereiche des Gehirns betroffen sind, die f\u00fcr die exekutiven Funktionen zust\u00e4ndig sind. Tats\u00e4chlich wird bei 75 Prozent der autistischen Menschen zus\u00e4tzlich eine Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivit\u00e4tsst\u00f6rung (ADHS) festgestellt. Eine St\u00f6rung, die sich durch mangelnde Exekutivfunktionen auszeichnet. Zu den Exekutivfunktionen geh\u00f6rt unter anderem die F\u00e4higkeit, sich zum richtigen Zeitpunkt auf das Richtige zu konzentrieren, sich von einem Ereignis auf das n\u00e4chste einstellen zu k\u00f6nnen, uns selbst und unsere Zeit zu organisieren, zu planen und Priorit\u00e4ten zu setzen, ein Problem konzentriert anzugehen, w\u00e4hrend wir es l\u00f6sen, und unmittelbare Reaktionen zu unterdr\u00fccken. Autistische Teenager k\u00e4mpfen oft mit all diesen F\u00e4higkeiten, was dazu f\u00fchrt, dass sie ihre Emotionen und ihr Verhalten nur beschr\u00e4nkt kontrollieren k\u00f6nnen. Ihre Gef\u00fchlslage wechselt st\u00e4ndig, sie handeln impulsiv, werden defensiv und meiden Situationen, die ihnen Angst machen. Dieses Verhaltensmuster verhindert, dass sie sich selbst sp\u00fcren. Sie haben M\u00fche, das Geschehen zu verarbeiten, zu lernen und Probleme zu l\u00f6sen. Ohne Selbstkontrolle f\u00fchlt sich ein Teenager machtlos und zunehmend verunsichert. Wenn Menschen sich selbst nicht unter Kontrolle haben, versuchen sie normalerweise, andere Menschen zu kontrollieren.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h2>3. Sensorische Herausforderungen<\/h2>\n<p>Eines der deutlichsten Merkmale von Autismus sind sensorische Herausforderungen. Oft ist das Umfeld zu laut, das Licht zu hell, und bestimmte Aromen, Texturen und Geschm\u00e4cker k\u00f6nnen als st\u00f6rend empfunden werden. Eine so andersartige Wahrnehmung kann auch die F\u00e4higkeit beeintr\u00e4chtigen, wie diese Menschen Schmerz und Temperatur empfinden. Diese andersartige Wahrnehmung f\u00fchrt zu einer anhaltenden Hypervigilanz, zu Ersch\u00f6pfung und Schlafproblemen. Tags\u00fcber f\u00e4llt es aufgrund dieses unbewussten Stresses dann meist schwer, die sensorischen Erfahrungen zu verarbeiten und sich zu konzentrieren.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h2>4. Mitmenschen<\/h2>\n<p>Wenn man autistische Teenager fragt, was das gr\u00f6\u00dfte Problem in ihrem Leben ist, werden sie oft antworten, dass es ihre Mitmenschen sind. Damit meinen sie, dass die anderen Menschen sie verwirren, dass es schwierig ist, sie zu verstehen und zu wissen, was sie von ihnen erwarten. Au\u00dferdem k\u00f6nnen sie auch gemein und herablassend sein. Umfragen zufolge erfahren \u00fcber 90 Prozent der autistischen Teenager schon vor dem 14. Lebensjahr grausames Mobbing, einschlie\u00dflich der Ablehnung von Gleichaltrigen. Oft stellen autistische Teenager ziemlich fr\u00fch fest, dass Menschen \u201etoxisch\u201c sind. Sie meiden fortan lieber die Menschen, um sich sicher zu f\u00fchlen. Das Problem dabei ist, dass sie die Lektion zu gr\u00fcndlich gelernt haben. Nicht alle Mitmenschen sind gemein, und autistische Menschen im Teenageralter brauchen Menschen in ihrem Leben \u2013 Freundschaften, Menschen, die eine Mentorrolle einnehmen, Eltern, Geschwister, Fachleute und Lehrkr\u00e4fte. Ein autistischer Teenager beschreibt die Situation so: \u201eIch w\u00fcrde ja lieber allein sein, aber ich ertrage die Einsamkeit nicht.\u201c Wir wissen aus Forschung und klinischer Praxis, dass eine einzige Freundschaft reicht, um einen autistischen Teenager vor negativen psychischen Folgen zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h2>5. Ein doppeltes Empathieproblem<\/h2>\n<p>Autistische Menschen haben Schwierigkeiten, andere Menschen, ihre Erwartungen und ihre Absichten einzusch\u00e4tzen. Dies wird als Problem in den Bereichen \u201eTheory of Mind\u201c und kognitive Empathie betrachtet. Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass autistische Menschen nicht an Empathielosigkeit leiden, sie haben in der Regel sogar mehr Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen als andere, wie wir weiter unten aufzeigen werden. Allerdings haben sie M\u00fche, Menschen \u201ezu lesen\u201c. Sie haben eine andere kognitive Empathie. Heute verstehen wir zudem, dass das Problem in beide Richtungen geht. Genauso wie autistische Menschen es schwer haben, nicht-autistische Menschen zu deuten, haben nicht-autistische Menschen M\u00fche, autistische Menschen einzusch\u00e4tzen. Der einzigartige soziale Kommunikationsstil einer autistischen Person mit weniger Augenkontakt, Gesichtsausdr\u00fccken und K\u00f6rpergesten kann dazu f\u00fchren, dass ihr Verhalten falsch interpretiert und sogar als negativ wahrgenommen wird. Ebenso kann eine autistische Person bestimmte Gesichtsausdr\u00fccke, Gesten und Stimmlagen f\u00e4lschlicherweise als negativ wahrnehmen und so ihr Gegen\u00fcber als ablehnend empfinden. Wenn also ein solcher negativer Eindruck entstanden ist, kann die Person, die diesen negativen Eindruck bekommen hat, weniger offen reagieren, was dazu f\u00fchrt, dass autistische Menschen nicht nur andere ablehnen, sondern auch das Gef\u00fchl haben, selbst abgelehnt zu werden (Mitchell, Sheppard u. Cassidy, 2021).<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h2>6. \u00dcberm\u00e4ssiges Gr\u00fcbeln<\/h2>\n<p>Da ihr soziales Umfeld sie h\u00e4ufig verwirrt und sie Probleme mit der exekutiven Funktionalit\u00e4t erleben, neigen autistische Menschen dazu, zu gr\u00fcbeln, um verschiedene Situationen zu verarbeiten. Autistische Menschen sch\u00e4tzen den Intellekt sehr und k\u00f6nnen ihren eigenen nutzen, um Herausforderungen zu meistern. Dies ist eine sehr n\u00fctzliche F\u00e4higkeit, aber wenn sie \u00fcberstrapaziert wird, verfallen wir ins Gr\u00fcbeln. St\u00e4ndig \u00fcber die eigenen Probleme zu gr\u00fcbeln, kann sowohl zu Ersch\u00f6pfung als auch zu einer \u201eAnalysel\u00e4hmung\u201c f\u00fchren, die die Person \u00fcberw\u00e4ltigt, wodurch sie dem Problem aus dem Weg geht. Man erkennt Teenager, die ihren Problemen ausweichen, daran, dass sie viel Zeit im Bett oder vor einem Bildschirm verbringen. Diese Isolierung wird als Gedankenblockade bezeichnet und f\u00fchrt leider meist noch zu viel gr\u00f6\u00dferem Kummer. Das \u00fcberm\u00e4\u00dfige Gr\u00fcbeln h\u00e4ngt auch damit zusammen, dass der eigene K\u00f6rper nicht ausreichend wahrgenommen wird und somit Gef\u00fchle nicht verarbeitet werden k\u00f6nnen. Um Gef\u00fchle bew\u00e4ltigen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen wir sie sp\u00fcren.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h2>7. Hyperempathie<\/h2>\n<p>Kognitive und emotionale Empathie haben wir bereits erw\u00e4hnt. Emotionale Empathie bedeutet, dass eine Person die emotionale Not anderer sp\u00fcrt, als w\u00e4re es ihre eigene. M\u00f6glicherweise k\u00f6nnen sie dieses Leid nicht einmal richtig beschreiben. Sie k\u00f6nnen auch nicht erkl\u00e4ren, warum sie so f\u00fchlen, aber sie empfinden diesen Schmerz, als w\u00e4re er ihr eigener. Untersuchungen haben gezeigt, dass viele autistische Menschen den Schmerz anderer intensiver sp\u00fcren als nicht-autistische Menschen. Dies wird Hyperempathie genannt. Autistische Teenager und Erwachsene berichten dar\u00fcber, dass sie sich oft vom emotionalen Leid anderer Menschen \u00fcberw\u00e4ltigt f\u00fchlen und keine Ahnung haben, wie sie damit umgehen sollen, weder in Bezug auf sich selbst noch um der leidenden Person zu helfen.\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h2>8. Alexithymie<\/h2>\n<p>Bis zu 80 Prozent der autistischen Menschen leiden auch unter Alexithymie oder Gef\u00fchlsblindheit. Alexithymie bedeutet w\u00f6rtlich: \u201ea\u201c = ein Mangel an, \u201elexi\u201c = Worten, f\u00fcr \u201eThymie\u201c = Gef\u00fchle. Also die Unf\u00e4higkeit, Gef\u00fchle zu benennen und zu beschreiben. Dies schlie\u00dft auch die Schwierigkeit ein, k\u00f6rperliche Empfindungen im Zusammenhang mit Emotionen oder Probleme bei der Sinneswahrnehmung zu registrieren. Kann eine Person erste Anzeichen einer Emotion nicht erkennen und diese Emotion nicht in Worte fassen, ist es schwierig, mit den eigenen Gef\u00fchlen umzugehen. Alexithymie ist einer der Gr\u00fcnde, warum viele autistische Teenager scheinbar ohne Vorwarnung aufbrausend und w\u00fctend werden. Leider stellt Alexithymie auch einen Risikofaktor f\u00fcr die Entwicklung von Angstst\u00f6rungen und Depression dar.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h2>9. Ein anderes Lernprofil<\/h2>\n<p>Wenn autistische Menschen IQ-Tests machen, kommt es oft vor, dass sie unter den einzelnen Tests sehr unterschiedliche Ergebnisse erzielen. Das bedeutet, dass ihre kognitive Lernf\u00e4higkeit h\u00e4ufig stark ausgepr\u00e4gt ist, aber dass sie in gewissen Bereichen auch Schwierigkeiten haben. Aufgrund ihres unausgeglichenen Lernprofils haben sie bei einigen neuen Lernaufgaben gro\u00dfe M\u00fche, obwohl sie sehr intelligent oder sogar begabt sind. Wir nennen dies das abweichende Autismus-Lernprofil. Anders lernen zu m\u00fcssen, kann in allen Bereichen sehr anspruchsvoll sein, nicht nur in der Schule, sondern auch in sozialen Situationen und innerhalb der Familie und der Gesellschaft. Trotz gro\u00dfen Intellekts halten sich autistische Teenager und Erwachsene daher h\u00e4ufig f\u00fcr dumm und f\u00fchlen sich in dieser Hinsicht deprimiert und hoffnungslos.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h2>10. Trauma und die Auswirkungen von Traumata in der Vergangenheit<\/h2>\n<p>Leider ist es so, dass autistische Menschen viel h\u00e4ufiger traumatische Erfahrungen machen und eher eine posttraumatische Stressreaktion erleben als nicht-autistische Menschen. Viele von ihnen entwickeln daher eine posttraumatische Belastungsst\u00f6rung (PTBS). Es kann sogar sein, dass ihre autistischen Teenager derzeit gerade ein Trauma erleiden, zum Beispiel, weil sie gemobbt werden oder PTBS entwickelt haben, die aber nicht diagnostiziert wurde. Ein Mensch mit PTBS wird den ganzen Tag \u00fcberm\u00e4\u00dfig wachsam sein, auf Mitmenschen misstrauisch reagieren, das traumatische Ereignis immer wieder vor dem inneren Auge sehen und Albtr\u00e4ume haben. Wenn Sie daher vermuten, dass ein autistischer Mensch im Teenageralter PTBS entwickelt hat oder derzeit an einem Trauma leidet, empfehlen wir Ihnen dringend, sofort professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Gl\u00fccklicherweise kann PTBS behandelt werden, und wenn wir die traumatische Erfahrung kennen, k\u00f6nnen wir den betroffenen autistischen Teenagern helfen und sie sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h2>Zusammenfassung<\/h2>\n<p>Die Jugendjahre sind auch f\u00fcr nicht-autistische Teenager eine schwierige Zeit, aber autistische Teenager stehen vor einzigartigen Herausforderungen, die die \u00fcblichen Probleme noch versch\u00e4rfen k\u00f6nnen. Im Laufe der zahlreichen Jahre, in denen wir uns auf Autismus spezialisiert haben, haben wir festgestellt, dass es f\u00fcr autistische Teenager entscheidend ist, ihre individuellen Herausforderungen zu verstehen. Das ist der wichtigste erste Schritt, um unseren Jugendlichen helfen und beistehen zu k\u00f6nnen. Bei den zehn Herausforderungen, die wir in diesem Blogbeitrag auflisten, handelt es sich um die am h\u00e4ufigsten in unserer klinischen Praxis erw\u00e4hnten Herausforderungen, f\u00fcr die wir im Zuge der Forschung und klinischen Praxis ein Verst\u00e4ndnis entwickelt haben. Hoffentlich m\u00fcssen sich nicht alle autistischen Teenager jeder dieser Herausforderungen stellen, aber wir empfehlen, solche und \u00e4hnliche Probleme weiter zu ergr\u00fcnden und zu erforschen. Es kann wehtun, nachzufragen und zuzuh\u00f6ren, sich einzubringen und aufmerksam zu beobachten. Wir selbst hatten m\u00f6glicherweise mit \u00e4hnlichen Problemen zu k\u00e4mpfen und haben sie noch nicht verarbeitet. Immer wieder kommen wir bei der Autismusforschung aber zu dem Schluss, dass diese Herausforderungen am besten bew\u00e4ltigt werden k\u00f6nnen, wenn Unterst\u00fctzung geleistet wird. Indem wir unseren autistischen Teenagern stets unsere Hilfe anbieten und ihnen gegen\u00fcber Verst\u00e4ndnis zeigen, haben sie die besten Chancen, Herausforderungen erfolgreich zu meistern.<\/p>\n<p><strong>Quellen<\/strong>:<br \/>Mit freundlicher Genehmigung von Prof. Tony Attwood und Dr. Michelle Garnett:<br \/><a href=\"https:\/\/attwoodandgarnettevents.com\/category\/attwood-and-garnett-blog\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/attwoodandgarnettevents.com\/category\/attwood-and-garnett-blog<\/a><\/p>\n<p>Mitchell, P. Sheppard, E. &amp; Cassidy, S. (2021). Autism and the double-empathy problem: Implications for development and mental health.\u00a0British Journal of Developmental Psychology, 39, 1\u201318. DOI: 10.1111\/bjdp.1235<\/p>\n<\/div><div class=\"bde-back-to-top-393-114 bde-back-to-top bde-back-to-top--progress is-sticky\">\n\n\n<button aria-label=\"Back to top\" tabindex=\"0\" class=\"bde-back-to-top__button bde-back-to-top__button--progress bde-back-to-top__button--show-always bde-back-to-top__button--animation-fade is-sticky  js-ee-back-to-top\">\n    \t<svg class=\"bde-back-to-top__progress-svg js-progress-svg\" width=\"100%\" height=\"100%\" viewbox=\"-1 -1 102 102\">\n\t  <path class=\"background\" d=\"M50,1 a49,49 0 0,1 0,98 a49,49 0 0,1 0,-98\"\/>\n      <path class=\"tracker\" d=\"M50,1 a49,49 0 0,1 0,98 a49,49 0 0,1 0,-98\"\/>\n  \t<\/svg>\n         <div class=\"bde-back-to-top__icon-wrap\">\n              <svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewbox=\"0 0 384 512\"><!--! 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