{"id":563,"date":"2024-10-13T11:17:29","date_gmt":"2024-10-13T09:17:29","guid":{"rendered":"https:\/\/autismusinfo.com\/?p=563"},"modified":"2025-12-16T14:06:59","modified_gmt":"2025-12-16T13:06:59","slug":"hormonelle-veraenderungen-bei-autistischen-maedchen-und-frauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/autismusinfo.com\/en\/hormonelle-veraenderungen-bei-autistischen-maedchen-und-frauen\/","title":{"rendered":"Hormonelle Ver\u00e4nderungen bei autistischen M\u00e4dchen und Frauen"},"content":{"rendered":"<section class=\"bde-section-563-110 bde-section\">\n  \n  \n\t\n\n\n\n<div class=\"section-container\"><div class=\"bde-button-563-109 bde-button\">\n        \n    \n    \n    \n    \n            \n                    \n            \n            \n\n    \n    \n    \n    \n    \n    <a class=\"breakdance-link button-atom button-atom--primary bde-button__button\" href=\"https:\/\/autismusinfo.com\/en\/blog\/\" target=\"_self\" data-type=\"url\"  >\n\n    \n        <span class=\"button-atom__text\">Zur\u00fcck<\/span>\n\n        \n        \n                <\/a>\n\n    \n\n\n<\/div><\/div>\n<\/section><section class=\"bde-section-563-102 bde-section\">\n  \n  \n\t\n\n\n\n<div class=\"section-container\"><div class=\"bde-columns-563-106 bde-columns\"><div class=\"bde-column-563-107 bde-column\">\n  \n  \n\t\n\n\n\n<h1 class=\"bde-heading-563-101 bde-heading\">\nHormonelle Ver\u00e4nderungen bei autistischen M\u00e4dchen und Frauen\n<\/h1><div class=\"bde-text-563-111 bde-text\">\n16. December 2025\n<\/div>\n<\/div><div class=\"bde-column-563-108 bde-column\">\n  \n  \n\t\n\n\n\n<div class=\"bde-image-563-105 bde-image\">\n<figure class=\"breakdance-image breakdance-image--564\">\n\t<div class=\"breakdance-image-container\">\n\t\t<div class=\"breakdance-image-clip\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"breakdance-image-object\" src=\"https:\/\/autismusinfo.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Hormonelle-Veraenderungen-bei-autistischen-Maedchen-und-Frauen.jpg\" width=\"1080\" height=\"1080\" srcset=\"https:\/\/autismusinfo.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Hormonelle-Veraenderungen-bei-autistischen-Maedchen-und-Frauen.jpg 1080w, https:\/\/autismusinfo.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Hormonelle-Veraenderungen-bei-autistischen-Maedchen-und-Frauen-300x300.jpg 300w, https:\/\/autismusinfo.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Hormonelle-Veraenderungen-bei-autistischen-Maedchen-und-Frauen-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/autismusinfo.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Hormonelle-Veraenderungen-bei-autistischen-Maedchen-und-Frauen-150x150.jpg 150w, https:\/\/autismusinfo.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Hormonelle-Veraenderungen-bei-autistischen-Maedchen-und-Frauen-768x768.jpg 768w, https:\/\/autismusinfo.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Hormonelle-Veraenderungen-bei-autistischen-Maedchen-und-Frauen-12x12.jpg 12w\" sizes=\"auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px\"><\/div>\n\t<\/div><\/figure>\n\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n<\/section><section class=\"bde-section-563-112 bde-section\">\n  \n  \n\t\n\n\n\n<div class=\"section-container\"><div class=\"bde-rich-text-563-113 bde-rich-text breakdance-rich-text-styles\">\n<p><strong>Von Dr. Michelle Garnett, Prof. Tony Attwood und Emma Hinze \u2013 \u00dcbersetzung: Sigrid Andersen<\/strong><\/p>\n<p>* Die Begriffe weiblich, M\u00e4dchen und Frau beziehen sich in diesem Blogbeitrag auf Personen, deren Geschlecht bei der Geburt als weiblich eingesch\u00e4tzt wurde.<\/p>\n<p>Noch immer m\u00fcssen wir viel dar\u00fcber lernen, wie hormonelle Ver\u00e4nderungen autistische Menschen beeinflussen, und ob sich dies von den Auswirkungen auf nicht-autistische Menschen unterscheidet. Da die weibliche Auspr\u00e4gung von Autismus bis vor kurzem unbekannt war, wurde der Gro\u00dfteil der Forschung an autistischen M\u00e4nnern durchgef\u00fchrt. Leider wurde die Forschung in Bezug auf den Einfluss hormoneller Ver\u00e4nderungsphasen auf autistische Frauen daher stark vernachl\u00e4ssigt.\u202f In unserer Praxis haben wir beobachtet, wie verheerende psychologische Folgen die Pubert\u00e4t und die Menopause f\u00fcr autistische Frauen sein k\u00f6nnen. In diesem Blogbeitrag betrachten wir den Stand der Forschung zu hormonellen Ver\u00e4nderungen bei autistischen M\u00e4dchen und Frauen und die daraus resultierenden Folgen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Pr\u00e4menstruelle Symptome<\/strong><\/p>\n<p>Zwei Studien haben verst\u00e4rkte pr\u00e4menstruelle Symptome bei autistischen Frauen festgestellt. Lever und Gertz (2016) berichteten, dass 21 % der autistischen Frauen an einer pr\u00e4menstruellen dysphorischen St\u00f6rung (PMDS) litten, bei nicht-autistischen Frauen waren es lediglich 3\u00a0%. Obaydi und Puri (2008) fanden heraus, dass 92 % der autistischen Frauen mit Lernschwierigkeiten an PMDS litten, w\u00e4hrend lediglich 11 % der nicht-autistischen Frauen davon betroffen waren.\u202fEine j\u00fcngste Studie aber hat gezeigt, dass PMDS bei autistischen Frauen mit 14 % im Vergleich zu nicht-autistischen Frauen mit 9 % nicht so viel h\u00e4ufiger vorkommt (Greenman et al., 2022). Es bedarf wohl der weiteren Forschung, um die Zusammenh\u00e4nge zwischen Autismus und PMDS zu erforschen.<\/p>\n<p>Auch bei Periodenschmerzen gibt es Unterschiede. Eine k\u00fcrzlich durchgef\u00fchrte thematische Analyse der Beschreibung von Dysmenorrh\u00f6 (Menstruationsschmerzen) ergab, dass autistische Frauen eine verst\u00e4rkte Interozeption ihrer Menstruationsschmerzen erleben (Gray und Durand, 2023).\u00a0 Eine der Umfrageteilnehmerinnen beschrieb die Schmerzen so: \u201eIrgendetwas passiert da in meinem K\u00f6rper, das sich nicht richtig anf\u00fchlt. Es f\u00e4llt mir wirklich schwer, mich auf etwas anderes zu konzentrieren als diese Schmerzen.\u201c Eine weitere Umfrageteilnehmerin best\u00e4tigt, dass auch sie sich nicht von diesen Schmerzen ablenken kann. Die Menstruationsschmerzen wurden von vielen als sehr intensiv empfunden und beanspruchten ihre Gedanken und Gef\u00fchle so stark, dass sie weniger produktiv waren und ihre Lebensqualit\u00e4t darunter litt.<\/p>\n<p>Eine weitere Herausforderung bestand darin, \u00fcber diese Schmerzen zu sprechen. Viele gaben an, dass es f\u00fcr sie schwierig sei, Schmerzen und die Situation allgemein zu beschreiben, wenn sie sie nicht gerade in diesem Moment erleben. Auch eine weitere Aussage aus dieser Umfrage vermittelt einen Eindruck der Lage: \u201eIch zeige Schmerzen wohl nicht so, wie ich das ihrer Meinung nach sollte.\u201c Das wiederum beeinflusst nat\u00fcrlich, wie diese Schmerzen medizinischem Personal beschrieben werden und ob effiziente Schmerzlinderung verf\u00fcgbar ist.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Das Hormonsystem<\/strong><\/p>\n<p>Simantov und Kollegschaft (2022) f\u00fchrten eine der gr\u00f6\u00dften Studien zu diesem Thema durch, bei der 361 autistische Frauen in einer gr\u00f6\u00dferen Gruppe von 1.230 Frauen untersucht wurden, von denen einige autistische Merkmale aufwiesen, aber nicht diagnostiziert waren. Sie fanden heraus, dass es einen Zusammenhang zwischen Erkrankungen, die mit Sexualhormonen wie Testosteron und \u00d6strogen in Verbindung standen, und Autismus sowie autistischen Merkmalen gibt. Dazu z\u00e4hlen Erkrankungen des Fortpflanzungssystems, pr\u00e4diabetisches Syndrom, ungew\u00f6hnlicher Pubert\u00e4tsbeginn und eine ungew\u00f6hnliche Menstruationsdauer. Die Autorenschaft interpretierte diese Ergebnisse dahingehend, dass autistische Frauen ein h\u00f6heres Risiko f\u00fcr endokrine Gesundheitsprobleme haben, und dass diese Probleme auf indirekte, neuroendokrine Schl\u00fcsselfaktoren f\u00fcr autistische Merkmale hindeuten k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Dass die Hormone auch die psychische Gesundheit von autistischen Frauen beeintr\u00e4chtigen, wurde in Studien mit autistischen M\u00fcttern festgestellt. Bei diesen wurde ersichtlich, dass 60\u00a0% der autistischen M\u00fctter vor oder nach der Geburt an Depressionen leiden (Pohl et al., 2021).<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Wechseljahre<\/strong><\/p>\n<p>Die Wechseljahre geh\u00f6ren f\u00fcr Menschen, deren Geschlecht bei der Geburt als weiblich eingesch\u00e4tzt wurde, zum normalen Alterungsprozess dazu. 90\u00a0% der Frauen sind mit 56 bereits in der Menopause. Hierzu stellte sich die Frage, ob autistische Frauen eine eher fr\u00fche oder sp\u00e4te Menopause erleben. Bei einer Studie mit beinahe 27.000 autistischen Frauen in den USA wurde in Bezug auf das Eintreten der Menopause kein Altersunterschied festgestellt (Benevides et al., 2024).<\/p>\n<p>Moseley und seine Kollegschaft (2020) untersuchten die Erfahrungen von sieben autistischen Personen im Alter von 49 bis 63 Jahren und stellten fest, dass die Wechseljahre viele Schwierigkeiten bereiteten. Drei zentrale Themen kristallisierten sich aus dieser Forschung heraus: (1) Ein Mangel an Wissen und Verst\u00e4ndnis unter Fachleuten, (2) verst\u00e4rkte autistische Merkmale, einschlie\u00dflich schwerwiegender Angstzust\u00e4nde, gr\u00f6\u00dferer Schwierigkeiten in der sozialen Kommunikation und in Beziehungen, Probleme bei exekutiven Funktionen, Schwierigkeiten in den Bereichen Schlaf und Selbstf\u00fcrsorge und (3) Schwierigkeiten, Hilfe und Unterst\u00fctzung zu finden.<\/p>\n<p>Groenman und ihre Kollegschaft (2022) fanden heraus, dass neurodivergente (autistische, ADHS oder beides) Frauen in den Wechseljahren eine Verschlechterung der Symptome \u2013 Hitzewallungen, Schlafst\u00f6rungen, Verschlechterung bei Angstst\u00f6rungen, schlechtere Konzentration und Ged\u00e4chtnisl\u00fccken \u2013 erleben. Bekannt ist, dass Symptome in den Wechseljahren durch Schwankungen in der \u00d6strogenproduktion verursacht werden. Die Verschlechterung der Symptome k\u00f6nnte darauf hinweisen, dass das hormonelle Gleichgewicht bei neurodivergenten Frauen anders ist. Eine weitere m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung ist neurodivergente Frauen aufgrund ihrer insgesamt erh\u00f6hten sensorischen Hypersensibilit\u00e4t w\u00e4hrend der Wechseljahre sensibler auf ihren K\u00f6rper reagieren und daher die Symptome intensiver erleben.<\/p>\n<p>In einer k\u00fcrzlich von Brady und Kollegschaft (2024) durchgef\u00fchrten Studie wurde eine thematische Analyse \u00fcber die Erfahrungen von 24 autistischen Frauen mit den Wechseljahren durchgef\u00fchrt. Einige beschrieben die Wechseljahre als \u201eturbulent\u201c und \u201eeine Katastrophe\u201c. Sie erlebten eine verst\u00e4rkte sensorische Hypersensibilit\u00e4t, einen st\u00e4rkeren sozialen R\u00fcckzug, eine gravierendere Depression und Suizidgedanken. H\u00e4ufig berichteten sie au\u00dferdem von Schwierigkeiten mit allt\u00e4glichen Aufgaben und Ged\u00e4chtnisproblemen. Die Wechseljahre verst\u00e4rkten laut den Berichten die Symptome von Autismus, ADHS und psychischen Gesundheitsproblemen. Stress und emotionale Instabilit\u00e4t nahmen immer weiter zu, wobei das Maskieren von autistischen Z\u00fcgen immer schwieriger wurde. All diese Probleme f\u00fchrten zu einem gr\u00f6\u00dferen Risiko f\u00fcr ein autistisches Burnout. Au\u00dferdem mussten die Frauen mit immer unregelm\u00e4\u00dfiger werdenden Menstruationszyklen zurechtkommen. Eine der Umfrageteilnehmerinnen meinte: \u201eEs ist fast so, als m\u00fcsste ich die Pubert\u00e4t noch einmal durchleben.\u201c Bei diesem Forschungsprojekt wurde au\u00dferdem festgestellt, dass viele Fachkr\u00e4fte im Gesundheitswesen in Bezug auf Autismus nicht ausreichend geschult sind und keinerlei Erfahrung haben. Zudem profitierten die Frauen laut Angaben davon, ihre Geschichte mit anderen neurodivergenten Frauen zu teilen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Die Schwierigkeiten autistischer Frauen bei der Kommunikation im Gesundheitswesen<\/strong><\/p>\n<p>Obwohl k\u00f6rperliche und psychische Gesundheitsprobleme bei autistischen Frauen h\u00e4ufiger auftreten als bei nicht-autistischen Frauen, haben sie gr\u00f6\u00dfere Schwierigkeiten, mit Gesundheitsfachkr\u00e4ften zu kommunizieren. Zum Beispiel fanden Lum, Garnett, (2014) heraus, dass sie mehr Angst vor dem Gesundheitswesen, gr\u00f6\u00dfere Kommunikationsprobleme bei emotionalem Stress, gro\u00dfe Angst in Bezug auf die Anwesenheit anderer Menschen im Wartezimmer, mehr Herausforderungen beim Erhalten von Unterst\u00fctzung w\u00e4hrend der Schwangerschaft und gr\u00f6\u00dfere Schwierigkeiten bei der Kommunikation ihrer Schmerzen und Bed\u00fcrfnisse w\u00e4hrend der Geburt erlebten.\u202fNicht \u00fcberraschend war, dass aufgrund ihrer Angst vor Vorurteilen lediglich 75 % der autistischen Frauen gegen\u00fcber dem Gesundheitspersonal angaben, autistisch zu sein.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Was bedeutet die bisherige Forschung zu den Hormonen von autistischen M\u00e4dchen &amp; Frauen?<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Autistische Frauen und M\u00fctter autistischer M\u00e4dchen sollten sich dar\u00fcber im Klaren sein, dass Erkrankungen, die mit den Hormonen zusammenh\u00e4ngen, wie Probleme mit dem Menstruationszyklus und den Wechseljahren, aber auch das polyzystische Ovar-Syndrom (PCOS) und andere Probleme mit den Fortpflanzungsorganen sowie das pr\u00e4diabetische Syndrom mit h\u00e4ufigem Wasserlassen und \u00fcberm\u00e4\u00dfig gro\u00dfem Durst bei autistischen Frauen h\u00e4ufiger vorkommen. Mehr Wissen hierzu kann Menschen dabei helfen, sich selbst oder Kinder bei Arztbesuchen und bei medizinischen Fachkr\u00e4ften besser zu vertreten.<br \/><br \/><\/li>\n<li>Fachkr\u00e4fte im Gesundheitswesen und in der Psychologie\/Psychiatrie m\u00fcssen sich des gr\u00f6\u00dferen Risikos bewusst sein, das hormonelle Ver\u00e4nderungen und die damit verbundenen physischen und psychischen Gesundheitsprobleme f\u00fcr autistische M\u00e4dchen und Frauen mit sich bringen. Die Sterblichkeitsrate f\u00fcr autistische Menschen zeigt n\u00e4mlich, dass sie dreimal h\u00e4ufiger bereits fr\u00fch sterben, auch durch Suizid. Fachkr\u00e4fte im Gesundheitswesen sollten sich die h\u00e4ufigen Kommunikationsschwierigkeiten bewusst machen, die Beispiel bei Arztbesuchen erleben, und Ma\u00dfnahmen zur Reduzierung der Angst ergreifen. Beispielsweise k\u00f6nnten sie einen ruhigeren Warteraum anbieten, fragen, ob der Raum in Bezug auf sensorische Reize angenehm ist, und visuelle Hilfsmittel verwenden, um Schmerzen und Emotionen zu beschreiben.<br \/><br \/><\/li>\n<li>Autistische Frauen k\u00f6nnen nach einer haus\u00e4rztlichen Fachkraft in ihrer N\u00e4he suchen, die Autismus versteht. Sie k\u00f6nnen diese dann \u00fcber ihre spezifischen Bed\u00fcrfnisse informieren. Sie k\u00f6nnen diese Person auch bitten, ihnen im Laufe der Zeit dabei zu helfen, weitere Bed\u00fcrfnisse zu erkennen.<br \/><br \/>Es ist au\u00dferdem bekannt, dass die Wechseljahre weniger belastend sind, wenn sie mehr soziale Unterst\u00fctzung erhalten, k\u00f6rperlich fitter sind, gute Bew\u00e4ltigungsstrategien entwickelt haben und gut schlafen. Daher kann es hilfreich sein, das soziale Netzwerk mit Personen, die unterst\u00fctzen k\u00f6nnen, zu erweitern, k\u00f6rperliche Bewegung in den Alltag zu integrieren, neue Bew\u00e4ltigungsstrategien f\u00fcr Depressionen, Stress und Angst zu erlernen und den Schlaf zu verbessern, um die Auswirkungen von Menstruation und Wechseljahre zu verringern.<br \/><br \/>Besorgniserregend ist, dass einige autistische Frauen w\u00e4hrend der Wechseljahre und Menopause einen signifikanten R\u00fcckgang ihrer Lebensqualit\u00e4t erleben, wodurch es f\u00fcr sie schwierig wird, sich gut um sich selbst und eventuelle Kinder zu k\u00fcmmern. Diese Schwierigkeiten sollten von Pensionskassen und Gutachtern anerkannt werden, da der Schweregrad des Autismus bei signifikanter hormonellen Ver\u00e4nderungen gr\u00f6\u00dfer werden kann.<\/li>\n<\/ol>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Quellen:<\/p>\n<p>Mit freundlicher Genehmigung von Prof. Tony Attwood und Dr. Michelle Garnett: <a href=\"https:\/\/attwoodandgarnettevents.com\/category\/attwood-and-garnett-blog\/\">https:\/\/attwoodandgarnettevents.com\/category\/attwood-and-garnett-blog\/<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Benevides et al (2024) Paper presented at INSAR, Melbourne, May 2024<\/p>\n<p>Brady, M. J., Jenkins, C. A., Gamble-Turner, J. M., Moseley, R. L., Janse van Rensburg, M., &amp; Matthews, R. J. (2024). \u201cA perfect storm\u201d: Autistic experiences of menopause and midlife.\u202fAutism,\u202f28(6), 1405-1418.\u202fhttps:\/\/doi.org\/10.1177\/13623613241244548<\/p>\n<p>Gray, L.J., Durand, H. Experiences of dysmenorrhea and its treatment among allistic and autistic menstruators: a thematic analysis.\u202fBMC Women\u2019s Health\u202f23, 288 (2023). https:\/\/doi.org\/10.1186\/s12905-023-02370-8<\/p>\n<p>Groenman, A. P., Torenvliet, C., Radhoe, T. A., Agelink van Rentergem, J. A., &amp; Geurts, H. M. (2022). Menstruation and menopause in autistic adults: Periods of importance? Autism, 26(6), 1563\u20131572. https:\/\/doi.org\/10.1177\/13623613211059721<\/p>\n<p>Lever A. G., Geurts H. M. (2016). Psychiatric co-occurring symptoms and disorders in young, middle-aged, and older adults with autism spectrum disorder.\u202fJournal of Autism and Developmental Disorders, 46, 1916\u20131930.\u202fhttps:\/\/doi.org\/10.1007\/s10803-016-2722-8<\/p>\n<p>Lum, M., Garnett, M., &amp; O\u2019Connor, E. (2014). Health communication: A pilot study comparing perceptions of women with and without high functioning autism spectrum disorder, Research in Autism Spectrum Disorders, Volume 8, Issue 12, Pages 1713-1721, ISSN 1750-9467, https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.rasd.2014.09.009.<\/p>\n<p>Moseley RL, Druce T, Turner-Cobb JM. \u2018When my autism broke\u2019: A qualitative study spotlighting autistic voices on menopause. Autism. 2020 Aug;24(6):1423-1437. doi: 10.1177\/1362361319901184. Epub 2020 Jan 31. PMID: 32003226; PMCID: PMC7376624.<\/p>\n<p>Obaydi H., Puri B. K. (2008). Prevalence of premenstrual syndrome in autism: A Prospective Observer-Rated Study.\u202fJournal of International Medical Research, 36(2), 268\u2013272.\u202fhttps:\/\/doi.org\/10.1177\/147323000803600208<\/p>\n<p>Pohl, A.L., Crockford, S.K., Blakemore, M.\u202fet al.\u202fA comparative study of autistic and non-autistic women\u2019s experience of motherhood.\u202fMolecular Autism\u202f11, 3 (2020). https:\/\/doi.org\/10.1186\/s13229-019-0304-2<\/p>\n<p>Simantov T, Pohl A, Tsompanidis A, Weir E, Lombardo MV, Ruigrok A, Smith P, Allison C, Baron-Cohen S, Uzefovsky F. Medical symptoms and conditions in autistic women. Autism. 26. Feb. 2022, (2):373-388. doi: 10.1177\/13623613211022091.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/div><div class=\"bde-back-to-top-563-114 bde-back-to-top bde-back-to-top--progress is-sticky\">\n\n\n<button aria-label=\"Back to top\" tabindex=\"0\" class=\"bde-back-to-top__button bde-back-to-top__button--progress bde-back-to-top__button--show-always bde-back-to-top__button--animation-fade is-sticky  js-ee-back-to-top\">\n    \t<svg class=\"bde-back-to-top__progress-svg js-progress-svg\" width=\"100%\" height=\"100%\" viewbox=\"-1 -1 102 102\">\n\t  <path class=\"background\" d=\"M50,1 a49,49 0 0,1 0,98 a49,49 0 0,1 0,-98\"\/>\n      <path class=\"tracker\" d=\"M50,1 a49,49 0 0,1 0,98 a49,49 0 0,1 0,-98\"\/>\n  \t<\/svg>\n         <div class=\"bde-back-to-top__icon-wrap\">\n              <svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewbox=\"0 0 384 512\"><!--! 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